Club 50+ Kurs

Curso intensivo de español
Escuela de español
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15 Stunden pro Woche. Maximal 10 Schüler pro Gruppe. Dauer: 2 Wochen. Unterrichtszeit: vormittags. Drei Stufen: A1, A2 und B1.

Umfasst Kultur- und Freizeitaktivitäten während zwei Wochen, mit einem Ganztagsausflug am Samstag.

Konzipiert um Schülern über 50 zu ermöglichen, gleichzeitig mit dem Spracherwerb eine kulturelle Erfahrung zu erleben. Ideal, um Spanisch zu praktizieren und dabei unsere Bräuche und unsere Kultur zu genießen.


KURSBEGINN UND PREISE 2012
KURSDAUER 2Wo- 30 Std.
PREIS € 512
KURSBEGINN 6. Feb, 19. Mär, 16. Apr,
  7. Mai, 4. Jun, 16. Jul, 20. Aug, 3. Sep, 15. Okt,
5. Nov.

Anmeldung Spanischtest

Spanisch für „Erwachsene“

In Nerja lernen Sie richtig

Die Auswahl, sich selber mal was Gutes zu tun, ist wirklich riesengroß, denn noch nie gab es so viele Ideen, mit 50 + beispielsweise doch noch körperlich so richtig fit zu werden, wie heute. Alleine die vielfältigen, immer wieder auf den neuesten Stand der Ernährungswissenschaftler gebrachten Informationen zum Thema Nahrungsaufnahme, kann als richtiges Hobby betrieben werden.

Doch wo bleibt unser Kopf, unser Hirn? Ist da gar nichts zu machen? Doch! Ist es: Eigentlich hab’ ich es schon immer vermutet, doch jetzt hat’s auch in „Der Spiegel“ gestanden: „Ein interessanter Job hält gesund – und der vorgezogene Ruhestand ist vielleicht ein fataler Schritt in die Verdummung“ heißt es da doch tatsächlich. Dem können wir aber nun frohen Herzens Einhalt gebieten, uns vielleicht sogar schlauer machen, als wir sowieso schon waren, denn „Menschen, die eine Fremdsprache lernen, verändern ihr Gehirn ... wer später im Leben Vokabeln paukt, erhöht merklich die Dichte seiner Denkzellen.“

So, und welche Fremdsprache soll es nun sein? Natürlich die nach Englisch (was wir meist ja sowieso schon können) weltweit wichtigste Sprache ist Spanisch. Mal endlich im Urlaub mehr als „Gracias“, „Una serveza, por favor“ oder „dos tinto“ zu sagen, vielleicht mit dem Nachbarn in der Kneipe über Fußball (oder der Nachbarin über Blumen und Rezepte) fachsimpeln zu können.

Die Costa des Sol, dachte ich mir, wäre gerade richtig für mich: Sonne, Wasser, nette Menschen und auch die Küche stimmt (Tapas!).

Im Internet fand ich schließlich einen an der östlichen Costa del Sol gelegenen netten Ort, der zudem über eine vielversprechende Sprachschule verfügt: Nerja und die Escuela de Idiomas.

In dem großen Angebot – von sogenannten „One To One“-Kursen über Intensivkurse bis zu Spezialkursen für beispielsweise Wirtschaft, Handel oder Tourismus – fand ich ihn, den Club 50 + Kurs, etwas für „Erwachsene“: ein zweiwöchiges Spezialpaket mit Spanischunterricht am Vormittag und verschiedenen Aktivitäten am Nachmittag.

Die Buchung über’s Internet war schnell auf den Weg gebracht, als „Nachtlager“ entschied ich mich für die Schulresidenz – auch, weil da der Kontakt zu den meisten der anderen Schüler eine Selbstverständlichkeit zu sein schien (was auch stimmte). Eine „Mitschülerin“ hatte sich bei einer der Gastfamilien einquartiert – und war von den Kochqualitäten der Hausmutter so begeistert, dass sie mit Sicherheit einige Kilo mehr mit nach Hause brachte.

Der erste Eindruck dieser kleinen Stadt Nerja, die von ihren Einwohnern fast zärtlich als „Pueblo“, „Dorf“, bezeichnet wird, war fast umwerfend – ein kleines, überschaubares Paradies, das seinen Härtetest immer nur im August bestehen muss, wenn es auch in Spanien Sommerferien gibt ...

Der erste Eindruck der Escuela de Idiomas ließ mich an „familiäre Atmosphäre“ denken, der zweite aber schon an „Professionalität“. Die Aspiranten für den Club 50 + trafen sich – die Neuen etwas steif, die schon etwas Erfahrenen (sie hatten so etwas ganz offensichtlich schon öfter über sich ergehen lassen) legerer - am ersten Tag im Schulgarten. Wir wurden einzeln zu einem Einstufungstest gebeten und fanden uns schließlich in zwei Klassen wieder: einer für Anfänger und einer für die etwas Fortgeschrittenen. Ich landete in letzterem – zusammen mit einer Finnin, die sich immer wieder darüber freute, wie viele Parallelen es zwischen ihrer Sprache und dem Spanischen gibt, und drei deutschen Wissbegierigen. Unser Lehrer Francisco schien sehr schnell erkannt zu haben, wo wessen Stärken und auch Schwächen lagen, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, ging aber gleichzeitig sehr sensibel mit seinen „Schäfchen“ um. Drei Stunden am Tag mussten wir uns konzentrieren, was anfangs doch etwas schwer fiel. Aber weil wir jetzt wissen, dass die kleinen grauen Zellen nachwachsen, macht uns das nun wirklich fast nichts mehr aus. Zwei Stunden lang – unterbrochen von einer kleinen Kaffe-Erfrischungspause in der Garten-Cafeteria - ging es um Grammatik – die Pflicht, in der dritten Stunde um die Kür: wir brachten Zeitungsartikel mit, über die oft sogar heftig diskutiert wurde. Ehrlich: Die zwei Wochen vergingen wie im Fluge – auch, weil die Nachmittagsaktivitäten ausnahmslos sehr interessant waren – ob ein Flamenco-Seminar, der Besuch der eindrucksvollen Tropfsteinhöhlen von Nerja, die Weinprobe (von Paco, der sich als wirklicher Kenner der Materie entpuppte), ein Seminar über den Stierkampf, ein Besuch in einem der schönsten weißen Dörfer Andalusiens, Frigiliana, oder die Kochklasse, in der Daniel, der Lehrer des Club 50 + Anfängerkurses, sich zum ersten Mal als Profi der Paella-Zubereitung versuchte ... und diese Aufgabe nach einhelliger Meinung äußerst charmant und nahezu perfekt absolvierte. Er und Lehrerin Laura waren übrigens auch die engagierten „Reiseleiter“ bei dem samstäglichen Ausflug, der diesmal nach Sevilla ging. Meist stehen hier mehr Malaga oder Granada auf dem Programm.

Fazit: Nerja und die Escuela de Idiomas sind gleich mehrere Reisen wert. Das einhellige Urteil unter uns „Fortgeschrittenen“ und auch das der „Anfänger“ fiel übrigens sehr gut aus – mit besonderer Erwähnung der zum einen professionellen, zum anderen sehr lockeren Lehrer. Vielleicht plant man beim nächsten Mal wieder einen zweiwöchigen Club 50 + Kurs ein und hängt dann für weitere Sprachstudien einen ein-, zwei- oder gar dreiwöchigen „Kultururlaub“ an, denn diese ganze Region ist dermaßen sehens-, hörens- und auch schmeckenswert, dass man sich mit Andalusien durchaus intensiver befassen sollte.

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